Was sind PFAS?
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von rund 10.000 synthetischen Chemikalien — auch bekannt als "Ewigkeitschemikalien", weil ihre Kohlenstoff-Fluor-Bindung extrem stabil ist und sie in der Umwelt praktisch nicht abgebaut werden.
Eigenschaften
- Wasser-, fett- und schmutzabweisend — weshalb sie in Outdoor-Kleidung, Antihaftpfannen, Pizzakartons und Feuerlöschschäumen verwendet wurden.
- Hitzebeständig bis ca. 260 °C.
- Mobil im Grundwasser — kurzkettige PFAS wie PFBS und GenX wandern mit dem Wasser über grosse Distanzen.
- Bioakkumulativ — sie reichern sich in Lebewesen (auch im Menschen) an.
Wichtige Einzelstoffe
- PFOS — verboten seit 2009 (Stockholmer Konvention), aber Altbelastungen bestehen.
- PFOA — verboten seit 2020, lange als Teflon-Hilfsstoff verwendet.
- PFHxS / PFBS / GenX / ADONA — Ersatzstoffe, teils ähnlich problematisch.
Woher kommen sie in die Umwelt?
- Industrielle Direktemissionen (Chemieparks, Galvanik, Papierherstellung)
- Klärschlamm- und Kompost-Düngung (Wallis/Naters-Skandal 2025)
- Brandschutzschaum auf Militärflugplätzen und Brandübungsplätzen (AFFF)
- Deponien und Sickerwasser
- Konsumprodukte (Imprägnierungen, Verpackungen)
Mehr lesen
- PFAS-Grenzwerte in der Schweiz
- Gesundheitsrisiken
- Das EU-PFAS-Verbot und die Schweiz
- Quellen & Methodik
Quellen: BAFU (Bundesamt für Umwelt), BLV (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen), Empa, Eawag, EFSA, ECHA.